Heutzutage sind Websites das wichtigste Kommunikationsmittel. Sie sind weitreichender als jedes Printmedium, das sie inzwischen abgelöst haben. In unserem heutigen Blog teilen wir Infos aus dem Vortrag, den unsere Webdesignerin Hanna im Rahmen unserer agenturinternen Akademie über ihren Beruf gehalten hat.

Webdesign ist eine Disziplin des Mediendesigns. Es ist die Aufgabe eines Webdesigners, sich um die visuelle, funktionale und strukturelle Gestaltung von Websites zu kümmern. In der 2. Hälfte der 1990er Jahre wurde das World Wide Web durch die Einführung vom HTML Programmiersystem und Open Source Lizenzen zu einem Konkurrenzmarkt eröffnet, auf dem die visuelle Gestaltung von Websites immer mehr an Bedeutung gewann. Da die Online Präsenz eines Unternehmens heutzutage überlebenswichtig ist, ist das Websdesign der Schlüssel zum Erfolg.

Doch unbegrenzt kreativen Freiraum hat der Webdesigner dabei nicht. Eine Website ist ein auf Nutzerzufriedenheit ausgelegtes Tool, um in erster Linie eines zu erreichen: den Verkauf von Dienstleistungen und Produkten. Somit bewegt sich Webdesign immer auf dem schmalen Grad zwischen Aussehen und Funktionalität. Es geht hauptsächlich darum, feste Bestandteile in möglichst sinniger und übersichtlicher Anordnung zu präsentieren. Eine Website muss immer eine Startseite und ein Impressum sowie eine Datenschutzerklärung enthalten. Wie Hanna betont, unterliegt die Aufmachung einer Seite sowohl den aktuellen Branchentrends als auch dem Ästhetikempfinden der jeweiligen Generation. Doch beim Webdesign kommt es nicht nur auf das Aussehen an.

Nutzerfreundlichkeit: User Experience als Grundlage von Webdesign

An erster Stelle steht die Nutzerfreundlichkeit, besser bekannt als User Experience, oder einfach kurz als UX. User Experience ist kein greifbarer, visuell sichtbarer Wert. Sie basiert auf der Zielgruppenrecherche und vereint die Ziele eines Unternehmens mit den Erwartungen, Vorgehensweisen, der Wahrnehmung und der Reaktion des Nutzers. Eine der beliebtesten Darstellungen von User Experience, an der sich Webdesigner orientieren können ist Peter Morvilles “User Experience Honeycomb”.

Hanna erläutert das Honigwaben Modell wie folgt:

  • USEFUL: Content originell & mit Bedeutung (für User)
  • USABLE: einfache Handhabung
  • DESIRABLE: Emotion durch Identität & Designelemente
  • FINDABLE: Content einfach lokalisierbar; einfache Navigation
  • ACCESSIBLE: Content muss einfach abrufbar sein
  • CREDIBLE: Content muss legitim und authentisch sein

User Interface (UI) – Webdesign als Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine

Die visuelle Identität des Produktes wird durch die Nutzeroberfläche, auch User Interface genannt, geprägt. Sie bildet die Schnittstelle und die Basis der Interaktion zwischen Mensch und Maschine. Die UI beinhaltet den kreativen Schritt des Webdesigns, bei dem Layout, Farbe, die Konzeption der Buttons sowie die Bild- und Schriftsprache entschieden werden. Generell gilt hier das Prinzip “Form follows function”. Webdesigner verzichten bewusst auf überflüssige dekorative Elemente, um den User möglichst unmittelbar durch den Aufbau der Seite zu navigieren, die in einem Kaufabschluss endet bzw. ihm möglichst schnell die relevantesten Informationen zuführt. Die einzelnen Interface Elemente einer Website wie Breadcrumbs, Toggles und Tooltips erklären wir im zweiten Teil des Blog Eintrags über Webdesign. Außerdem widmen wir uns dort dem Entstehungsprozess einer Website in einzelnen Schritten und fassen übersichtlich die Grundregeln des Webdesigns zusammen.